Vegan Lifestyle: Justin P. Moore erzählt

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Justin P. Moore, c Ashley Ludaescher

Justin P. Moore, c Ashley Ludaescher

Justin P. Moore ist veganer Kochbuchautor, Künstler und Weltreisender. Er ist Amerikaner, lebt aber seit vielen Jahren in Berlin. Dort treffe ich ihn in einem Szenecafé auf dem Prenzlauer Berg. Vegan lebt er seit 20 Jahren und nicht erst seit es „hip“ ist. Schon als Jugendlicher hat er gerne gekocht und wollte immer ein Kochbuch schreiben. Daraus sind inzwischen fast vier geworden. Inspiration für seine Rezepte und Kochbücher holt er sich jedes Jahr aufs Neue auf ausgedehnten Reisen in für ihn bekannte und unbekannte Gefilde.

J.P. Moore mit Farmer, Lagos

J.P. Moore mit Farmer, Lagos

Vegan weil er es gut findet

Zu Zeiten, in denen sich junge Leute am meisten für Mode und Musik interessieren, beschloss er, sich vegan zu ernähren. Musik interessierte ihn trotzdem. Um seinen Lifestyle macht er kein Aufhebens – er hegt keine „Missionsabsichten“ damit. Damals war es schwierig für ihn, vegan zu leben. An Rezepte zu kommen war eine Herausforderung, an vegane Kleidung fast unmöglich. Er arrangierte sich, sein Umfeld akzeptierte seinen Entschluss.

Eines seiner Ziele ist es, andere mit seiner Lebensweise zu inspirieren. „Ich versuche einfach zu leben und mich so zu ernähren, wie es mir passt. Ich finde es schön, wenn ich ein Vorbild für andere Leute bin aber ich will nicht predigen. Ich will nicht missionieren.“ Respekt für sich und andere ist ihm wichtig – und bewusste Entscheidungen zu treffen. „Schon mit acht Jahren wusste ich, dass Fleisch nicht so meins war. Das hat ein bisschen gedauert bevor ich verstanden habe ‚ja, es gibt Leute, die kein Fleisch essen’“.

J. P. Moore beim Kochen

J. P. Moore beim Kochen

Mit 17 schreibt er seine ersten Rezepte auf und veröffentlicht ein kleines Heftchen, das er an Interessierte verteilt. Besonders liebt er die indisch-asiatische Küche. Dafür gibt es seiner Meinung nach eine einfache Erklärung. Mit zwei Jahren kam er zu einer Tagesmutter aus Indien, die ihn mit vegetarischen Köstlichkeiten aus ihrer indischen Heimat versorgte. Die Süßigkeiten liebte er besonders.

Berlin – eine besondere Liebe

Auf Anraten seines Kunstprofessors reiste er 1997 während seines Studiums nach Europa, um sich hier deutsche Maler des frühen 20. Jahrhunderts anzusehen. Dabei kam er nach Berlin und hat sich spontan in diese Stadt verliebt. Sie entspricht ganz seinem Lebensgefühl. Er schätzt die Kunstszene, mag die deutsche Sprache und fühlt sich wohl hier in seiner neuen Wahlheimat.

J. P. Moore bei einer Kochshow

J. P. Moore bei einer Kochshow

Jedes Jahr bricht er für mehrere Wochen auf und reist in ein ihm unbekanntes Land oder in eine neue Region. Land und Leute faszinieren ihn – aber noch viel mehr, was letztere in ihren Kochtöpfen garen. Er schaut den Köchen und Köchinnen gerne über die Schulter beim Kochen, macht sich Notizen und fotografiert. Die Erinnerungen nimmt er mit nach Hause, experimentiert und kreiert neue Gerichte. Seinen Lebensunterhalt finanziert er inzwischen überwiegend über seine Reisen und die vegane Ernährung.

Drei Kochbücher hat er veröffentlicht. Das Hauptthema ist „The Lotus and the Artichoke“ mit der jeweils landestypischen Spezifizierung. Es gibt sie als Reise um die Welt, mit dem Schwerpunkt Mexiko und das neueste mit Rezepten aus Sri Lanka. Derzeit entsteht Buch Nummer vier mit Rezepten von seiner letzten Reise nach Malaysia.

Spinat und Pilze, Justin P. Moore

Spinat und Pilze, Justin P. Moore

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